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Oasis bereiten großes Comeback vor.

Vor zehn Jahren war es, das Jahr von Oasis. Die Gang aus Manchester veröffentlichte 1994 ihr erstes Album, “Definitely Maybe”. Es wurde zu einem Meilenstein des Britrock: ein perfektes Destillat des damaligen Zeitgeistes, mit Starkstrom-Gitarren und rotzigem Gesang. Die Gallagher-Brüder und ihre Kumpanen propagierten das wilde Leben mit Zigaretten, Alkohol bis zum Anschlag und dem Ritt auf der weißen Linie. Jetzt haben wir 2004, und alles ist anders.

Nur die Gallaghers sind von der Originalbesetzung noch übrig, Noel ist inzwischen 36 und hat einen Sohn. Liam gibt den Vater für gleich drei Kinder. Die Richtung geben The Strokes, The Libertines und die anderen jungen Wilden vor. Und sie haben den Britpop-Geist mit seinem eher polternden Optimismus durch eine Grundstimmung ersetzt, die doch wesentlich mehr downbeat ist. Gibt es da noch einen vorderen Platz für Oasis? Ihr neues Album, das im September erscheinen soll, wird die spannende Frage beantworten.

Noel sagte neulich dem New Musical Express, dass die neue Platte eine psychedelische Rock’n’Roll-Scheibe wird – zehn Songs, und keiner davon eine Ballade. Keine Streicher, kein Selbstmitleid. Keine Musik für Bettnässer. Er möchte einen Cross von Bob Dylan’s Klassiker von 1965, “Highway 61 Revisited”, dem psychedelischen “Their Satanic Majesties Request” der Rolling Stones (1967) und der Debütscheibe der Stone Roses schaffen.

“Es schmerzt mich zwar, aber ich muss zugeben, dass Liam’s Songs wirklich erstaunlich sind. Ich schreibe diese sechs-Minuten-Geräte wie ,Champagne Supernova’, und Liam legt alle diese knackigen drei-Minuten-Popsongs hin. Er hat den Blues. Seine neuen Lieder klingen wie die frühen Yardbirds.”

Eines davon, “They Ain’t Got Nothing On Me, They Ain’t Got Nothing On You”, schrieb Liam übrigens in der Nacht, die er im Dezember 2002 in der Ausnüchterungszelle eines Münchner Polizeireviers nach der legendären Schlägerei im Bayerischen Hof verbrachte.

Aber haben Oasis noch den Punch? Noel, so scheint es, wird nicht nur älter, sondern auch etwas ruhiger. “Ich kann und will nicht mehr alles alleine machen, ich habe angefangen, zu delegieren. Ich bin jetzt 36. Wenn du 21 bist und Single, und du hast nicht mehr, als in einen Koffer passt, kannst du dich einfach hinsetzten und die ganze Nacht Songs schreiben. Jetzt habe ich Kinder und dies und das, ich habe nicht mehr genug Zeit. Außerdem ist es ein andauernder Kampf, immer wieder das gleiche auf andere Art zu sagen. Gem und Andy haben ein paar Songs für das neue Album geschrieben. Die sind so gut, dass ich wünschte, sie wären von mir.”

Man darf also gepannt sein. Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass das neue Werk die Gallagher-Brüder wieder dort hin bringt, wo sie hingehören. Denn die gehypeten jungen Wilden schwächeln. Das zweite Album der Strokes ist schlicht und einfach Mist, die sehen lediglich noch gut aus. Black Rebel Motorcycle Club und The Vines sind ebenfalls am berüchtigten zweiten Album gescheitert. The Darkness machen, nüchtern betrachtet, Mickymaus-Metal. Und The Cooper Temple Clause werden’s niemals schaffen. Somit könnte 2004 durchaus das Jahr von Oasis werden.